Was das künstlerische Schaffen von Pedro Almodovar angeht, bin ich mehr als parteiisch. Um es in drei Worte zu fassen: ich liebe ihn.
Sein jüngstes Werk, “Zerrissene Umarmungen”, jedoch, das gestern in der Berliner Kulturbrauerei Deutschlandpremiere feierte, kann, und ich sage das wirklich ungern, nur sehr bedingt punkten.
Die Story ist tatsächlich langweilig, der Gastauftritt von Rossy de Palma zu kurz und die melodramatisch Wendung vorhersehbar. Toll hingegen, dass die legendäre “Ich will zurück in mein Dorf”-Signora auch wieder eine kleine Rolle spielt.
Auch Pedro selbst schien zu wissen, dass er es eigentlich besser kann. Anders war seine kurze Ansprache, in der er die Leistung seiner ebenfalls anwesenden Muse und Hauptdarstellerin Penelope Cruz würdigte – “auch, wenn Ihnen der Film vielleicht nicht so gut gefällt” – nicht zu deuten.
Also Pedro: ich umarme Dich auch weiterhin und von zerrissen kann keine Rede sein. Höchstens ein bisschen angeknackst vielleicht.