Am Freitag habe ich es mir Margiela-mäßig in München voll besorgt:
Erst mit dem Inhaber des neu eröffneten Maison Martin Margiela Stores in der Maximilianstraße gefachsimpelt, dann den halben Laden durchprobiert und am Ende – nervenstark – nur EIN wirklich erschwingliches Kleid aus der Linie MM6 rausgeschleppt. Man hatte schon so ein bisschen das Gefühl, dass das Sortiment auf den Münchener Wald- und Wies’n-Geschmack runtergedampft war – oder die Key-Pieces der Saison waren einfach alle schon weg. 
Von dort aus dann direkt weiter ins Haus der Kunst, wo nur noch bis Anfang Juni die Retrospektive “20 Jahre Maison Martin Margiela” läuft.
Diese Ausstellung war und ist das Beste, was ich seit langem gesehen habe: auf dem Punkt, sehr gut strukturiert, toll inszeniert und einfach genial. Wäre ich Modedesigner – ich fürchte, ich würde den Griffel direkt fallen lassen. Man hat den Eindruck, es ist alles gesagt, alles probiert, alles fertig durchdacht. Also seht es euch an und sagt selbst…
PS: Wer sich losreißen kann, dem sei auch noch die Gerhard Richter Austellung im selben Haus ans Herz gelegt: toller Farbflash als Kontrast zu MMM.


