Da war doch was …

20. August 2009
Alle Journalisten reißen sich um Robert Harting. Glückwünsche zum WM Gold? Fehlanzeige!

 

Alle Journalisten reißen sich um Robert Harting. Glückwünsche zum WM Gold? Fehlanzeige!

Alle Journalisten reißen sich um Robert Harting. Glückwünsche zum WM-Gold? Fehlanzeige!

Ein bisschen schien es als säßen da Papa und Sohn, heute Morgen bei der Pressekonferenz des DLV im NIKETOWN. Der kleine Rebell war wieder frech. Und weil er nicht richtig weiß, was er noch sagen soll, greift der Erfahrenere von Beiden zum Mikrofon und verteidigt seinen Jungen. Prof.Dr. Emrich, Vizepräsident des Leistungssports, versucht alles, die verbalen Äußerungen von Robert Harting zu relativieren.

„Wenn der Diskus aufkommt, soll er gleich gegen eine der Brille springen, die die Dopingopfer hier verteilt haben“, tönte der Diskuswerfer nach seiner Qualifikation am Dienstagabend. 25.000 dieser Schutzbrillen hatte der Verein der Dopingopfer  im Vorfeld an die Zuschauer des Olympiastadions verteilt, um gegen die zu harmlose Anti-Doping-Politik in Deutschland zu protestieren.

Grund für die unpassenden Aussagen des Athleten: Gerd Jacobs, ehemaliger DDR-Kugelstoßer und seinerzeit Schützling des umstrittenen Trainers Werner Goldmann, forderte als eines der bekanntesten Dopingopfer, dessen Rücktritt und –angeblich- auch den von Goldmanns jetzigem Schützling Robert Harting. Zu viel Provokation für das zwei Meter große Kraftpaket, das mit Anspannung und Stress noch nie gut umgehen konnte.

 Heute Morgen: Entschuldigungen und der Versuch einer Erklärung.Alles wollen sie von ihm wissen: Wer? Warum? Wann? Was jetzt?

„Herr Harting, wie fühlt man sich als neuer Weltmeister im Diskuswerfen?“, fragt niemand der zahlreich anwesenden Sportjournalisten …

Fast kann er einem Leid tun, wie er da sitzt und sich verteidigen muss anstatt sich feiern zu lassen. Am liebsten würde man sich das „Berlino“-Kostüm schnappen und ihn als Riesenteddy in den Arm nehmen, den Jungen, der zwar ungezogen war, aber seine Aufgabe brav erfüllt hat.